So, jetzt gehts mal wieder weiter im Text, denn wir haben ja mittlerweile wieder einiges erlebt...

Wie schon angekündigt, waren Amanda und ich im Moskauer Zoo, der Laut Internet und Reiseführer ja auch irgendwie zum Stolz der Moskauer gehört, aber eigentlich so 10x kleiner ist als der Berliner Tierpark. Dem entsprechend waren die Käfige von dem einen oder anderen Tierchen recht klein. Außerdem geht das Gerücht um, das in dem Zoo schon so manches Tier an Unterernährung gestorben ist, aber na gut, shit happens... aber abgesehen davon, sah der Zoo ziemlich hübsch aus und die ganzen Gehege, Terrarien und Aquarien waren wirklich liebevoll gestaltet. Die Hauptattraktion für uns (Amanda und mir) waren zum einen die weißen Tiger, die waren echt knuddelig und zum anderen die Delphinshow. Mir taten ab und an die armen Wassersäuger zwar Leid, weil es bestimmt nicht lustig ist einen Ball mit den Floßen durchs Wasser zu treiben, aber es war eben was neues und daher spannend mit anzusehen. Super war vor allem auch noch, dass wir als Studenten völlig kostenfrei in den Zoo gekommen sind! Da kann sich der Berliner Tierpark auch mal ein Bespiel dran nehmen...

Am nächsten Tag hatten wir wieder mal wundervolles sonniges Wetter, was wir (Amanda, Viktoria und ich) sofort genutzt haben um endlich in den Kreml zu gehen! Vorne weg, Medwedew haben wir nicht getroffen, aber ich könnte schwören, dass es mir aus seinen Fenster zugewunken hat Im Kreml war es wirklich wunderschön. Da wir aber zur Zeit im Sparmodus leben, haben wir uns nur die Gebäude angeschaut und sind nicht in die Rüstkammer oder so gegangen, aber das reichte schon. Ich konnte wirklich schöne Fotos machen (ich lade ein paar davon bei StudiVZ hoch). Für alle, die sich den Kreml nicht ganz vorstellen können nochmal zur Erklärung: der Kreml ist ein durch eine riesige rote Mauer abgegrenzter Bereich, worin sich heute der russische Regierungssitz und einige supertolle Kirchen uä befinden. Es gibt eben auch sowas wie Straßen und auch Zebrastreifen innerhalb des Kremls und obwohl darin natürlich überhaupt kein Verkehr ist, mussten alle Besucher, wenn sie die Straße überqueren wollten, unbedingt über die Zebrastreifen laufen. Wenn nicht kam sofort einer der zahlreichen Wächter mit seiner Trillerpfeife angelaufen und hat einem erstmal gaaanz böse angeschaut. Wir haben ein nettes russisches Paar gefragt, ob sie wissen, warum das so ist, aber selbst die konnten sich das nicht erklären... Naja, es war aber recht amüsant, vor allem wenn andere ausgepfiffen wurden Nachdem wir den Kreml durchwandert haben, haben wir uns zu der nur eine Metrostation entfernt liegenden Christi-Erlöser-Kathedrale aufgemacht. Auch da sind wir zu meinen Missfallen nicht hineingegangen, aber allein die Außenfassade war ein Besuch wert. Habt ihr den Taj Mahal vor Augen? Die Kathedrale sieht fast genauso aus, echt beeindruckend. Ganz in der Nähe der Kathedrale und zu Fuß erreichbar steht das 92 Meter hohe Denkmal Peter des Großens, also eine riesige Statue, die Peter den Großen in spanischer Uniform auf einen Schiff darstellt. Das sah auch echt toll aus, vor allem aus der Nähe...Den Tag haben wir dann mit einer gemütlichen Shoppingtour in unserem Lieblingsshoppingzenter abgeschlossen...

So, für den nächsten Tag hatten wir dann einen Besuch im berühmten Historischen Museum geplant. Vorher hatten wir allerdings Unterricht und kamen daher erst etwas spät los. Leider kamen wir ganze 20 Minuten zu spät und konnten wurden deshalb eben nicht mehr reingelassen Aber wir haben uns den Abend trotzdem nicht versauen lassen und haben uns in unser Lieblingsrestaurant, das Stolowaja (Mensa) gesetzt und danach eine Fotosession mit der im Dunkeln nun beleuchteten Basilius-Kathedrale gemacht, das war auch richtig schön

In den nächsten Tagen hatten wir wieder Unterricht und haben daher nicht all zu viel unternommen. Viele sind nach den Diskogängen oder den Zimmerparties ganz plötzlich "krank", weshalb immer weniger zum Unterricht kommen...Kindergarten.                                                      An solchen "ruhigen" Tagen ist es dann immer am interessantesten die neusten Klatschgeschichten aus dem Institut zu hören: Der eine Kerl ist im Suff eine Metrorolltreppe runtergefallen und hat am nächsten Tag mitbekommen, dass er eigentlich eine Gehirnerschütterung hat, der andere hat im Suff beschlossen jetzt nach Hause zu fliegen... sowas eben. Und dann gibt es immer so die kleinen Institutschocker, zum Beispiel funktionierten in den ganzen Zimmern auf einmal das heiße Wasser und die Heizung nicht mehr. Also hier wird es zwar langsam "wärmer", sprich um die   0°C, aber es machte sich doch schon langsam Panik unter allen betroffenen breit, da auch das Grücht umging, dass zum Frühlingbeginn in manchen Regionen Moskaus für ein paar Monate prinzipiell das heiße Wasser und die Heizungen abgeschalten werden. Wir hatten da natürlich die Befürchtung, dass das genau uns jetzt erwischt. Gott sei Dank funktionierte am nächste Tag aber wieder alles... puh! Was auch noch interessant ist, ist die Geschichte von Piotr. Piotr heißen die instituteigenen Scharben, die in den einen oder anderen Zimmer immer mal wieder auftauchen, bei uns aber bis jetzt noch nicht

So, gestern haben Amanda und ich eine Tour durch die schönsten Metrostationen unternommen. Eigentlich sind 80% der Stationen sehr schön, sei es durch kunstvolle Lampen, Statuen oder Mosaiken, die an die Sowjetzeit erinnern, irgendwas ist fast immer dort unten zu sehen. Wir haben uns eben die allerschönsten rausgepickt und abgefahren. Eigentlich wird es hier überhaupt nicht gerne gesehen, wenn jemand in der Metro fotografiert, wegen Anschlägen usw. Da wir uns aber clever angestellt haben, haben wir auch viele schöne Fotos bekommen Die schönste Station heißt Komsomol'skaja und da siehts wirklich so aus, wie in so einen prunkvollen barocken Schloß. Da hängen viele übelstgeile Kronleuchter, die Wände sind voller Ornamente, alles wirkt fast golden, richtig beeindruckend!

Heute hatten wir alle eine Sightseeingtour mit den Bus und einer dazugehörigen Erklärung aud russisch. Zwischendurch haben wir einmal in der Nähe der MGU (Moskauer Universität) Halt gemacht, genauer auf einer großen Plattform, von der man einen netten Blick auf Moskau hat. Heute wars etwas grau am Himmel, aber man konnte trotzdem eine ganze Menge sehen. Diese Plattform hatten wir Mädels sowieso noch im Plan, aber das ist jetzt auch abgehackt. Danach haben wir in Moskau-City Stop gemacht, das ist irgendwie ein zentraler, zT noch geplanter Komplex aus riesigen Glas-Hochäusern, in denen dann vor allem Büros und Geschäfte beherbergt werden sollen. Es ist zwar noch nicht alles fertig , sah aber dennoch recht interessant aus. Denn das ist so zu sagen der "supermoderne" Teil Moskaus. Zum Schluß sind wir, ganz überraschend, zum, Roten Platz gefahren. Den kennen wir ja mittlerweile in und auswendig und brauchten daher keinen zusätzlichen Vortrag, also haben wir die Zeit etwas anders genutzt. Ich hatte zufällig 1 Rubel und 10 Kupeken (30 Cent) in der Tasche und habe diese verwendet um mir ganz nach Moskauer Art, auf so einer speziellen Stelle vor dem Auferstehungstor, mir das Geld über die Schulter zu werfen und mir dabei was zu wünschen. Wie das allerdings genau funktionierte habe ich allerdings erst herausgefunden, nachdem ich von so einer leicht aufdringlichen Babuschka zugetextet wurde... Irgendwie muss ich echt russisch aussehen und wenn ich dauernd frage "sto skasala?" (Was haben Sie gesagt?) muss das ganz gut klingen, denn irgendwie kriegt nie jemand mit, dass ich Ausländerin bin...hm.

Für morgen ist der Gorki-Park, das Neujungfrauenkloster und der dazugehörige berühmte Friedhof geplant. Ich freue mich schon!

Bis denne

Anne

2 Kommentare 18.3.11 20:52, kommentieren

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heyheyhey,

so, im Kreml waren wir bis heute nicht, aber das kommt noch Dafür waren wir auf dem Arbat, der eigentlichen Tourimeile Moskaus. Allerdings sind wir ja nicht gerade in der Saison, also war dort dem entsprechend wenig los. Nur ein paar Staßenkünstler, viele Souvenirläden mit immer dem selben teuren Inhalt und ne Sekte... Toll war aber, dass wir an dem Haus vorbeigelaufen sind, in dem der berühmte russische Dichter Puschkin ganze 1 1/2 Monate genächtigt hat, krass oder? Naja, am Ende dieses Tages gabs noch eine kleine Abschiedsfeier für unsere Reiseleiterinnen, die momentan schon wieder in Potsdam sind. Jetzt sind wir ganz alleine hier! STURMFREI!!!!

So, die nächsten Tage hatten wir Unterricht, Unterricht und wieder Unterricht...und nach dem Unterricht oblag es mir und einer netten Freundin von mir namentlich Amanda, eine Poststelle zu finden. Es ist echt krass hier. Es gibt überall Apotheken, Kiosks, Blumenläden usw, aber nirgens eine Post. Und natürlich kennen sich die Kioskbesitzer auch nur innerhalb ihrer 1,5 m² Arbeitsfläche aus...Naja, nachdem wir dann so um die 10km gelaufen sind und einer unserer Begleiterinnen eingefallen ist, dass sie gehört hat, dass es in der Nähe des Aschin (naheliegendes Kaufzentrum) eine Post geben soll, haben wir sie dann tatsächlich dort gefunden. Unser Plan war es Postkarten mit den dazugehörigen Briefmarken zu kaufen. Ich war natürlich das Lamm, das als erstes auf die Schlachtbank musste...Aber ich habe die Postfrau ordentlich fertig gemacht und alles bekommen, was ich wollte. Es ist echt erstaunlich wie man ganze Gespräche mit nur zwei Wörtern führen kann... Die Damen die nach mir kamen mussten dann eben nur noch "ja tozhe" sagen (Ich auch) und alles war gebongt...

So, am nächsten Tag hatten alle die Gelegenheit mal ihre Bettwäsche waschen/ umtauschen zu lassen. Auch diesmal habe ich in perfekten russisch die Putzfrau dazu gebracht mir das zu geben, was ich wollte und einer meiner Zimmerkolleginnen noch dazu...hach, ich bin so stolz auf mich

So, Freitag glaube ich, haben wir was ganz tolles gemacht. Amanda und ich haben uns vom netten Daniel auf einen hohen Hügel oder kleinen Berg führen lassen, von wo aus man einen wunderschönen Ausblick auf Moskau, inklusive der Smokglocke, hatte. Es war wirklich schön, weil wir schönes Wetter hatten und da oben einen Sonnenuntergang miterleben konnten. Da gabs natürlich wieder viele schöne Kirchen und wie gesagt einen richtig schönen Blick, auch auf den Fluss Moskwa.

So und morgen gehen Amanda und ich in den Moskauer Zoo!

Liebe Grüße!

Anne

1 Kommentar 11.3.11 21:20, kommentieren

Hallo Freunde,

heute unternahmen wir einen wundervollen Tagesausflug zum Dreifaltigskeitskloster, dem Vatikan Russlands. Das Kloster trägt eine enorme Geschichte mit sich herum, die bei Iwan den Schrecklichen beginnt und über Peter den Großen und Katharina der Großen bis heute reicht. Es befindet sich so ca 100km nördlich vom Moskauer Zentrum, also hatten wir 1 1/2h Zugfahrt vor uns, die irgendwie ziemlich kalt ablief, da der Zug recht spärlich beheizt war... An unserem Zielbahnhof angebkommen hatten wir noch etwa 15 Minuten zum Klosterkomplex zu laufen. Eigentlich warens heute hier nur etwa -3°C, aber es fühlte sich wie -15°C an, da es windig war und uns dauernd der Schnee ins Gesicht wehte. DIe Hartgesottenen unter uns haben aber sich bei dem Wetter sogar noch ein Leckeis gekauft (ich gehörte eindeutig nicht dazu). Aber im tiefsten Winter Eis zu verkaufen ist auch ziemlich mutig. Der Klosterkomplex bestand aus mehreren großen und kleinen Kirchen und einigen anderen kirchlichen Gebäuden. Alles war wunderschön, sowohl innen und außen. Da die meisten von uns allerdings keine Lust hatten neben den Eintrittspreis auch noch eine Gebür fürs Fotografieren zu bezahlen, sind Fotos von dem Ort recht Mangelwahre, aber unsere Reiseleiterin ist so nett und reicht uns ihre Fotos rum, ich hole sie mir vermutlich morgen... Interessant bei dem Eintrittspreis war, dass wir die 250 Rubel nur bezahlen mussten, weil wir Ausländer waren. EInheimische kommen total kostenfrei rein. Das fühlte sich irgendwie gemein an, aber egal, 250 Rubel sind auch nur ca 6€, das ließ sich noch verkraften. Und wir haben einen Führer bekommen, der uns alles auf russisch erklärt hat und dann von unserer Leiterín gedolmetscht wurde, so dass wir 2 richtig schöne und interessante Geschichtsstunden hatten Dort habe ich auch meine ersten Souvenire gekauft, aber ich verrate nicht was für welche, sonst ist für bestimmte Personen die Überraschung hinüber  Von der Rückfahrt haben alle nicht sehr viel mitbekommen, da alle recht schnell eingeschlafen sind... Spannend war auf dem Rückweg auch zu sehen, dass die Russen/ Moskauer auch auf dem Bahnhof gerne mal die Abkürzung über die Gleise nehmen. Also runter auf die Schienen springen und die 1,50m auf der anderen Seite wieder hochklettern. Und selbst wenn der Zug hupt, interessiert es die Leute auf den schienen nicht. Seltsames Völkchen... Eigentlich heißt es, dass heute auf dem Roten Platz noch eine Strohpupe verbrannt wird und es ein dort ein Feuerwerk gibt (Das gehört noch alles zur Butterwoche), aber dafür sind wir alle viel zu fix und ferig. Morgen gehen wir mal in den Kreml hinein, mal sehn wie Medwedew so lebt...

Liebe Grüße

Anne

                

 

 

 

3 Kommentare 6.3.11 19:05, kommentieren

Hier sind mal ein paar Bildchen...

Unser Zimmer und Doro

Anni auf dem Roten Platz

 

 Die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz

 

1 Kommentar 1.3.11 20:37, kommentieren

Der Rote Platz

Hallo Freunde!

Heute hatten wir das erste Mal richtigen Unterricht, also 3x 90 min. Unsere Lehrerin heute war einsame Spitze, der Unterricht bei ihr hat einfach nur Spaß gemacht und die Zeit ging ziemlich schnell vorbei. Sie war viel besser, netter und fröhlicher als unsere Montag-Lehrerin und alle in meiner Gruppe hoffen, dass wie sie am häufigsten in der Woche haben werden. Nach dem Unterricht, so gegen 16 Uhr, sind wir das erste Mal in die Moskauer Innenstadt gefahren, mit der Metro. Ihr glaubt gar nicht wie herrlich das ist, auf einmal eine Bahn vor sich zu haben, die wirklich jede Minute fährt und auch noch ziemlich zügig (wir konnten den Druck im Ohr spüren). Wir sind direkt zum Roten Platz gefahren, bei herrlichstem Wetter. Wir haben einen grandiosen Sonnenuntergang miterlebt und natürlich ganz Touri-Like viel Bilder geschossen. Danach waren wir noch fix beim russischen McDoof (bei Chickenburger ist die Sauce anders als in Deutschland). Auf dem Rückweg war es sehr spannend, denn wir sind mitten in die Rush-Hour geraten und da hieß es schieben was geht. Vllt habt ihr das typische Tokio-UBahn-Bild vor Augen, so ähnlich wars da. Eine von uns ist auch beinahe in der Metro-Tür stecken geblieben, aber alle Moskauer, die drum herum standen haben ihr gleich geholfen da wieder raus zu kommen. Die Menschen hier sind generell alle sehr nett und hilfsbereit, auch wenn sie einen manchmal wie ein Auto anschauen, wie Doro sagen würde, das ist hier halt so üblich... Letztendlich sind wir wieder heil und ohne irgendwie beklaut zu werden wieder im Institut angekommen. Mal sehn was uns morgen erwartet

Anne

1 Kommentar 1.3.11 20:16, kommentieren

Hallo Leuts,

wir sind tatsächlich angekommen! Der Flug war...interessant und ich habe beschlossen nie wieder zu fliegen! Wie auch immer, wir sind halt gelandet und mitten in den ruppigen Alltag Moskaus geraten. Alle haben uns böse angeschaut, die Busfahrt war ein graus und wir haben garantiert den ganzen Fahrplan der Moskauer Bus-AG durcheinander gebracht, weil wir erstmal checken mussten, wie das mit den Tickets funzt. Aber wir sind da, auch dank eines netten jungen Mannes, der sich die Zeit genommen hat und uns zum Institut begleitet hat und später sogar zum Einkaufen. Der ist somit unsere erste Moskauer Connection Ansonsten richten wir uns gerade ein, werden dann essen und dann wie tot ins Bett fallen.

Bis demnächst

Anne & Doro

4 Kommentare 27.2.11 18:31, kommentieren

Noch zuhause...

So, bis jetzt ist noch alles gut. Man versteht seine Umgebung, weiß wo was ist und die Temperaturen sind noch im halbwegs grünen Bereich...aber morgen gehts dann ziemlich früh los ab nach Moskau.

Obs geklappt hat und ob wir wirklich da angekommen sind, wo wir auch hin wollten, das erfahrt ihr morgen (sofern das mit dem Internet funzt)...

Liebe Grüße  Anne                                                                               

 

26.2.11 12:56, kommentieren